Hieronymus, Commentarii in epistulas Pauli apostoli

  • 9. /4/4 Jh.; Pergament; 307 × 188 mm; Bl. VI, 123, VII’.
  • Paris, Bibliothèque Nationale, lat. 9531

Die Namen der Patriarchen Valpert und Lupus, die an den Rändern dieses Buches notiert sind, belegen die friaulische Herkunft.

Diese derzeit in der Nationalbibliothek in Paris aufbewahrte Handschrift enthält Hieronymus’ Exegese zweier Paulusbriefe, des Briefs an die Galater und des Briefs an Philemon. Die Datierung auf das letzte Viertel des 9. Jahrhunderts ist durch eine Notiz des Kopisten am unteren Rand auf fol. 108v möglich: «Et dominus Walpertus patriarcha, qui pisces suos solus comedit ex nostra parte non inde […]». Der sichere Verweis auf Valpert, Patriarch von Aquileia von 874 bis etwa 900, stellt ein kostbares Element für die Datierung und Herkunftsbestimmung dieser Handschrift dar, die durch eine weitere handschriftliche Notiz auf der Rückseite von fol. 124v bestätigt werden, die hingegen einen Lupus ohne weitere Qualifikation erwähnt: Vielleicht ist in diesem Fall der Patriarch Lupus II. gemeint, der von 940 bis 948-949 das Amt innehatte. Im 15. Jahrhundert gehörte die Handschrift Guarnerio d’Artegna, später ununterbrochen der Biblioteca Guarneriana in San Daniele. 1797 gelangte sie nach Frankreich, als sie im September zusammen mit weiteren neun Handschriften von den französischen Truppen beschlagnahmt wurde.

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