Gesangbuch von Moggio

  • 14. Jahrhundert; Pergament; 280 × 190 mm; Bl. I, 83, I’. Quadratnotation auf rotem Tetragramm.
  • Udine, Biblioteca Arcivescovile, 80 (F.21.III.6)

Dieses Gesangbuch repräsentiert im Wesentlichen die transalpine, durch lokale Beiträge ergänzte, Hymnentradition.

Das Gesangbuch enthält die Sammlung der Hymnen für das Stundengebet (Uffizium). Dies kann eine eigenständige Sammlung sein, die in einem eigenen Buch zusammengefasst ist oder sie kann Teil eines umfassenderen Buches, wie z.B. des Breviers oder, in Ausnahmefällen, des Antiphonariums sein. Das Gesangbuch von Moggio enthält im Wesentlichen die transalpine Hymnentradition. Diese wird von lokalen Ergänzungen, wie z.B. der Hymne für die Hll. Hermagoras und Fortunatus Aeterne deus solio und Hymnen aus der italischen Tradition, wie z.B. die Hymne für den Hl. Veit Alma beati martiris Viti ergänzt. Der mit italienischer Handschrift verfasste Codex befand sich in der Abtei San Gallo di Moggio, wie aus der Besitzanmerkung am Anfang des Buches hervorgeht. Einige der Hymnen bestätigen die Verfassung des Buches in der monastischen Tradition. Obwohl ungefähr fünfzig von 130 Gesängen mit denen des aquileischen Gesangbuches übereinstimmen, wie vom Codex Görz B bestätigt wird, unterscheidet sich dieses Manuskript radikal. Diesbezüglich unterstreicht ein Abschnitt des Codex von Görz (fol. 98r) noch einmal den Unterschied zwischen der monastischen Tradition, wenngleich auch aus dem friaulischen Gebiet, und der ekklesiastischen Tradition Aquileias: In septuagesima (…) In quibusdam ecclesiis cantatur hymnus (!) Cantemus cuncti, sed Aquilegiensis ecclesia eo non utitur.

VII_10_BAU cod. 80 f. 32r-01

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