Elisabeth von Ungarn (von Thüringen)

Ungarische Prinzessin und Landgräfin von Thüringen dank ihrer Heirat mit Ludwig IV. Als Witwe trat sie dem Dritten Franziskanerorden bei und widmete sich der Fürsorge für Arme und Kranke. 1235 wurde sie von Papst Gregor IX. heilig gesprochen.

Die Tochter des ungarischen Königs Andreas II. und dessen erster Frau Gertrud von Andechs wurde schon 1211 dem ältesten Sohn des Landgrafen Hermann I. von Thüringen versprochen, um den Bund der zwei Herrscherhäuser im Kampf gegen Kaiser Otto IV. zu besiegeln: Sie wurde auf die Wartburg an den Hof von Thüringen gebracht, wo sie von ihrer zukünftigen Schwiegermutter Sophie von Bayern erzogen wurde. Da ihr Verlobter Hermann 1213 starb, heiratete sie 1221 dessen jüngeren Bruder Ludwig IV., den Heiligen, der 1217 vom Vater die Regierungsgeschäfte geerbt hatte. Aus ihrer Ehe gingen drei Kinder hervor: Hermann, Sophie (die später Heinrich II. von Brabant heiratete) und Gertrud, die Äbtissin im Kloster Altenberg wurde. Am 11. September 1227 starb Ludwig IV. in Otranto, während er darauf wartete, sich mit Friedrich II. in Richtung Heiliges Land einzuschiffen, wo er am sechsten Kreuzzug teilnehmen sollte. Die Witwe, die sich schon viel um Arme und Kranke gekümmert hatte, zog sich in das von ihr in Marburg errichtete Hospital zurück, wo sie bis zu ihrem Tod die Kranken pflegte.

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