Egbert von Trier, Erzbischof von Trier

Sohn von Dietrich II. von Holland und von Hildegard von Flandern, Tochter von Graf Arnulf I. Nach seiner Ausbildung im Kloster Egmond wurde er 976 Kanzler von Kaiser Otto II., der ihn 977 als Erzbischof von Trier einsetzte, damit er in diesem Amt die Interessen des ottonischen Reichs sicherte. Er ist als Förderer der Wissenschaft und Kunst bekannt. Unter Egbert bestand in Trier, vermutlich im Kloster St. Maximin, ein sehr produktives Skriptorium, unter dessen Kräften sich mit dem sogenannten Meister des Registrum Gregorii einer der herausragendsten Buchmaler der ottonischen Buchmalerei befand. In Zusammenarbeit mit diesem Skriptorium entstand für E. durch Reichenauer Buchmaler der Codex Egberti, ein Evangelistar, das Egbert der Abtei St. Paulin in Trier schenkte (Stadtbibliothek Trier, Ms. 24). Für E. wurde auch der sogenannte Egbert-Psalter hergestellt, der heute im Archäologischen Nationalmuseum in Cividale del Friuli (Cod. CXXXVI) aufbewahrt wird. Nach E. ist auch die sogenannte Egbert-Werkstatt benannt, die als eine der bedeutendsten Goldschmiede-Werkstätten der ottonischen Zeit gilt und besonders für ihre Emails bekannt ist. Hauptwerke sind der auch als Egbert-Schrein bekannte Andreas-Tragaltar, ein Reliquienschrein, der heute im Trierer Domschatz aufbewahrt wird, der Petrusstab, eine weitere Goldschmiedearbeit, die heute im Limburger Domschatz aufbewahrt wird, und der Codex aureus Epternacensis, ein mit Miniaturen verziertes Evangeliar in einem Band, das heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg aufbewahrt wird.

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