Die Schulbücher

f. 22v, initial in red, with pen-made filigree, and elegant friezes extending along the borders

Boezio, De consolatione philosophiae

  • 1461; Papier; 288 × 214 mm; Bl. II, 40, II’.
  • San Daniele del Friuli, Biblioteca Civica Guarneriana, 125

Diese Handschrift wurde von einem anonymen Schreiber, vermutlich von einem Studenten, kopiert, der in Gemona die Schule des Lehrers Nicolò di Iacopo aus San Daniele besuchte.

f. 1r, initial with gilded foliage phytomorphic motives

Alessandro da Villedieu, Doctrinale

  • 1423; Pergament; 306 x 205 mm; Bl. III, 54, II’.
  • San Daniele del Friuli, Biblioteca Civica Guarneriana, 120

Eine der bis zum 16. Jahrhundert im Lateinunterreicht der Grammatikschulen ganz Europas meistverwendeten Schriften, die in die Büchersammlung von Guarnerio d’Artegna aufgenommen wurde.

ff. 1r and 124r

Sammelband mit Kommentaren zu den Minores Auctores

  • 14. und 15. Jahrhundert (1414, 1415, 1416); Papier; 297 × 220 mm; Bl. I, 210, I’.
  • Treviso, Biblioteca Comunale, 156

Ein Schulbuch, an dessen Verfassung gemäß einer damals weit verbreiteten Gepflogenheit auch immer mindestens ein Universitätsstudent beteiligt war, in diesem Fall der Friulaner Francesco Squarani da Venzone, der ‚Ars Notariae“ in Padua studierte.

f. 184r, page of the Miscellanea with Luigi Belgrado’s subscription

Sammlung von Lehrbüchern und humanistischen Texten

  • 15. Jahrhundert; Papier; 208 × 142 mm; Bl. VI, 227, VII’.
  • San Daniele del Friuli, Biblioteca Civica Guarneriana, 228

Eine nicht so sehr für die literarischen Lektüren eines Humanisten, sondern vielmehr für die praktische Verwendung für Studenten und Schüler gedachte Handschrift. Dieser Codex ist dennoch ein wertvolles Zeugnis des kulturellen Umbruchs und der dank des Schulsystems erfolgten Verbreitung der Studia humanitatis im Friaul des 15. Jh.

f. 1r, Juvenal’s Satires incipit

Juvenal, Saturarum libri V; Persius, Saturarum liber

  • 15. Jahrhundert med.; Pergament; 233 x 147 mm; Bl. IV, 86, III’.
  • Udine, Biblioteca Arcivescovile, 14

Eine als Schulbuch für die Schulen von Udine entworfene und verfasste Handschrift, das vermutlich anfangs vom Kopisten Valerio Filittini, der die Handschrift am Ende signiert, zur eigenen Verwendung erstellt wurde.

f. 3r, Leonardo Bruni’s Prologue to Basil the Great’s homily

Sammlung humanistischer Texte

  • 15. Jahrhundert; Pergament; 158 × 99 mm; Bl. II, 74, II’.
  • Udine, Biblioteca Arcivescovile, 11

Die von der Familie Porcia in Auftrag gegebene Handschrift enthält Texte, die alle die Legitimierung der humanistischen Kultur und der Studia Humanitatis betreffen und auch im Friaul weit verbreitet waren.

f. 1r, incipit of the Notabilia

Giovanni da Soncino, Notabilia in grammaticam

  • 14.-15. Jahrhundert; Pergament; 277 × 202 mm; Bl. I, 30, I’.
  • San Daniele del Friuli, Biblioteca Civica Guarneriana, 129

Schulbuch der Grund- und Sekundarschule, wie aus den zahlreichen zeitgenössischen oder wenig später eingefügten Randvermerken und Zwischenanmerkungen hervorgeht; vermutlich handelt es sich um ein Buch aus der Schulzeit von Guarnerio oder in jedem Fall aus der Zeit, in der er mit dem Schullehrer und Humanisten Giovanni da Spilimbergo (ungefähr 1380 – 1455) in Kontakt war.

f. 2r, in the bottom Giordano Orsini’s coat of arms

Statius, Thebais

  • 1402; Pergament; 352 × 234 mm; Bl. I, 168, II’.
  • Città del Vaticano, Biblioteca Apostolica Vaticana, Arch. Cap. S. Pietro H. 15

Diese Handschrift des Epos Thebais von Statius, kopiert in Bologna vom friaulischen Studenten Giovanni Berto auf weißem Pergament guter Qualität, mit breiten Rändern und einer sehr prachtvollen Dekoration, war nicht nur ein Studienexemplar, sondern vor allem auch ein Prunkexemplar.

Seneca, Tragodiae

  • 399, [Cividale]; Pergament; 290 × 215 mm; Bl. 228.
  • Oxford, Bodleian Library, Canon. Class. lat. 88

Diese in den Schulen von Cividale gegen Ende des 4. Jahrhunderts verfasste Handschrift ist ein bedeutsames Zeugnis für die Verbreitung der Werke Senecas im Friaul.

f. 1r: initial with phytomorphic motives

Valerio Massimo, Factorum et dictorum memorabilium libri IX

  • 1381, Bologna; Pergament; 263 × 185 mm; Bl. I, 9 + 102, I’.
  • Città del Vaticano, Biblioteca Apostolica Vaticana, Vat. lat. 1918

Eine Handschrift von Valerio Massimo, die von einem friaulischen Studenten, Giovanni, Sohn des verstorbenen Andrea da Gemona kopiert wurde, der in Bologna Jura oder Ars Notariae studierte.

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