Boezio, De consolatione philosophiae

  • 1461; Papier; 288 × 214 mm; Bl. II, 40, II’.
  • San Daniele del Friuli, Biblioteca Civica Guarneriana, 125

Diese Handschrift wurde von einem anonymen Schreiber, vermutlich von einem Studenten, kopiert, der in Gemona die Schule des Lehrers Nicolò di Iacopo aus San Daniele besuchte.

Die in dieser Handschrift von Guarnerio enthaltene De consolatione philosophiae von Boezio ist aufgrund des Verlustes einiger Seiten, die am Anfang, in der Mitte und am Ende des Werks herausgerissen wurden unvollständig; später wurde die Handschrift durch eine Montage auf Papier restauriert. Das Kolophon ist jedoch erhalten geblieben und informiert über die Epoche und das Umfeld, in dem die Handschrift entstanden ist, sowie auch über die Verwendung des Manuskripts: «Explicit liber Boetii. Annicii Malii [sic] Torquacii Boetii Severini consularis patricii ordinarii liber explicit. Millesimo quadrigentesimo sexagessimo primo, die vero quinto decimo mensis octubris in scolis magistri Nicholai de Sancto Daniele habitantis Glemone. Laus Deo, amen. Nomen meum non pono, quia laudare me nolo» (f. 37r).
Diese Handschrift wurde 1461 von einem anonymen Schreiber, vermutlich von einem Studenten, der in Gemona die Schule des Lehrers Nicolò di Iacopo aus San Daniele besuchte, kopiert: es ist allgemein bekannt, dass dieser zwischen 1453 und 1463 dort unterrichtete. Zwischen der Verfassung der Handschrift und dem Tod von Guarnerio, in dessen Bibliothek sich die Handschrift wohl dank seiner Beziehungen zum friaulischen Humanisten Nicolò da San Daniele befand, vergingen nur fünf Jahre: dabei handelte es sich sicherlich um kulturelle und intellektuelle Beziehungen, die aber durch eine erworbene Verwandschaft gefestigt wurden, da Nicolò di Tochter von Guarnerio Pasqua geheiratet hatte.

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f. 22v, Rote, mit Filigranen verzierte Initiale mit eleganten, am Rand entlanggehenden Friesen

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. 37r, Kolophon

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